Q&A mit Positron
30 Oct, 2006
City of Villains wird dieses Jahr an Halloween ein Jahr alt.
Am Dienstag, den 31. Oktober wird City of Villains ein Jahr alt. Zu Halloween 2005 wurde mit City of Villains endlich einer der größten Spielerwünsche erfüllt: endlich mal die Bösen spielen. Um dieses historische Ereignis gebührend zu feiern, haben wir Cryptic Studios leitenden Designer Matt Miller (Positron) zu einem Interview eingeladen.
F: Was waren die wertvollsten Lektionen, die du im ersten Jahr von City of Villains gelernt hast?
A: Ich habe gelernt, den Spielern mehr zuzuhören. Unser Spieler engagieren sich sehr leidenschaftlich und ihr Erfahrungsschatz und Feedback kann sich für das Spieldesign als äußerst wertvoll erweisen. Aus der Community kommen eine Menge guter Ideen, die uns dabei helfen, unsere Prioritäten im Bezug auf geplante neue Features festzulegen und die uns manchmal sogar in Richtungen weisen, die wir sonst vielleicht nicht eingeschlagen hätten. Es macht einfach großen Spaß, der Vielfalt der Spielerwünsche nachkommen zu können.
F: Wenn du City of Heroes und City of Villains vergleichst, welche Aspekte ziehst du dann bei jedem der beiden Spiele vor und warum?
A: Diese Frage kann ich nicht einfach so beantworten, denn das wäre ja fast so, als würde ich eines meiner der Kinder dem anderen vorziehen! Das Besondere an City of Heroes ist das unvergleichliche Gefühl, einen Helden zu spielen , der stets das Gute und Richtige tut, und zur Stelle ist, wenn Not am Mann ist. Das ist auf der Seite der Schurken natürlich nicht der Fall. City of Villains hat dafür aber einen etwas aktiveren Charakter. Man hat das Gefühl, so richtig durchzustarten und Randale zu machen, anstatt nur darauf zu warten, dass das Böse zuschlägt, ein Schicksal, das viele Helden sehr gut kennen.
F: Welche weiteren Pläne habt ihr, um City of Heroes weiter mit City of Villains zu kombinieren (z. B. kooperatives Spiel, Treffpunkte wie das Pocket D etc.)?
A: Wir planen eine kooperative Zone, in der sich Helden wie Schurken unter einem Banner zusammenschließen, um eine gemeinsame Bedrohung zu bekämpfen. Wenn Schurken und Helden auch sonst nicht miteinander auskommen, gibt es doch Zeiten, zu denen der Feind deines Feindes zum Verbündeten wird - egal, um wen es sich dabei handelt.
F: Kannst du uns einen Einblick in die längerfristigen Pläne fürs PvP in der “City of"-Franchise gewähren?
A: Wir möchten das PvP-Gameplay aufrütteln und uns den ungeschliffenen Ecken und Kanten des Systems widmen. Dabei werden wir unsere Aufmerksamkeit auch der doch relativ unterschiedlichen Effizienz einiger Archetypen in gewissen PvP-Szenarien widmen. Ansätze zur Lösung dieses Problems werden bereits durch das Erfindungen-System vorgestellt, das nachhaltig das allgemeine Balancing des Spiels verbessern und gewissen Archetypen neue Arten des Spielens eröffnen wird.
F: Welcher Schurken-Archetyp hat sich nach einem Jahr City of Villains als dein Lieblings-Archetyp herauskristallisiert, und warum?
A: Der Dominator. Die Kombination aus beherrschenden Fähigkeiten und recht potentem Schaden gefällt mir sehr - Beherrschung ist einfach cool.
F: Wird es in Zukunft auch epische Archetypen für Schurken geben?
A: Ganz bestimmt. Wir diskutieren, wie man Nictus (böse Kheldianer) in dieses System integrieren könnte und haben auch noch einen anderen Archetypen in petto. Dazu wird es sicher bald mehr Infos geben ...
F: Ab wann können die Spieler mit dem Comeback der Kathedrale der Schmerzen rechnen?
A: Leider geb es im Zusammenhang mit der Kathedrale der Schmerzen einen Exploit, der nicht von heute auf morgen behoben werden kann und tiefgreifendere Änderungen an einigen der beteiligten Systeme fordert. Wenn ich meine Kristallkugel konsultiere, sieht es momentan eher nach Ausgabe Nr. 9 aus, aber es ist nicht ganz auszuschließen, dass wir es davor noch schaffen werden.
F: Gibt es noch etwas, das du der “City of"-Community mitteilen möchtest?
A: Vielen Dank an alle Schurken und Helden für ein verrücktes Jahr. Ich hoffe, dass das nächste Jahr uns allen genauso viel Spaß beschert, wie die vergangenen!












