Osprey schließt sich den Arachnos an
13 Sep, 2005
Am 1. September war es soweit: Ospreys Leben sollte sich für immer verändern. Der Gewinner des Trips nach London zum CoV-Beta-Launchevent trat den Reihen der Arachnos bei. Als ehemaliger Held von Paragon City hatte er genug von den guten Taten und schloss sich unserer Armee an.
Er hat seine Erlebnisse niedergeschrieben und enthüllt neben seinem Reisebericht auch ein paar Neuigkeiten zu City of Villains.
Lest weiter, um zu seinem Erfahrungsbericht zu gelangen.
How to be Evil
I.
Wenn ich ehrlich bin, hat mich Ghostwidow ziemlich unvorbereitet erwischt. Ich steckte gerade in einem Berg von Papierkram und zerbrach mir den Kopf über Bedienungsanleitungen von Designer-Grills, als mich der Ruf des Bösen ereilte: Du kommst nach London, siehst eine Preview von City of Villains und feierst anschliessend mit der Crew von NcSoft und einigen von den Entwicklern ab. Prima, dachte ich, so schlecht kann das Böse also gar nicht sein.
Ich irrte mich. Das Böse ist viel, viel besser, als man denkt.
Amboss
hat mich abgeholt. Mit so einem mächtigen und vor allem ungtlaublich netten Tank an meiner Seite, konnte nichts passieren. Zielsicher und effizient meisterten wir die Irrungen und Wirrungen der Londoner Metro. Wir unterhielten uns über Paragon und seine Helden und landeten schließlich in einem riesigen Laden für Comics, so muss das sein. Irgendetwas ist dann mit uns passiert. Angesichts der gewaltigen Menge von coolem Kram spielten wir mit dem Gedanken uns über Nacht einschliessen zu lassen. Wir waren uns sehr schnell darüber einig, in welchen Regalen wir mit dem Lesen anfangen würden, hatten schon den Proviant kalkuliert und stritten uns gerade über die Haarfarbe der Masseusen, die wir bei so einem Lesemarathon natürlich brauchen würden, als uns erneut der Ruf des Bösen ereilte. Der Abend rückte näher und Ghostwidow sollte man nicht warten lassen, deshalb machten wir uns auf. Aber, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Vielleicht lässt sich das ja mal nachholen. Ich jedenfalls bin immer noch für blond…
Die Party
War toll. Sie fand im noblen Bankenviertel von London statt. Im zweithöchsten Gebäude der Stadt. Während es also langsam dunkel wurde und London unter uns in einem wahren Lichtermeer erstrahlte, schlürfte ich Bier, quatschte mit den Journalisten und der Crew von NcSoft. Alle Anwesenden hatten verschiedene Ränge und obwohl ich meinen besten Bösewichtsblick aufgesetzt habe, habe ich es nur zum Minion gebracht und d.h. die überaus hübsche Ghostwidow redete nicht mit mir. Amboss war übrigens Archvillain, aber das nur am Rande. Wahrscheinlich hat er heimlich geübt.
Der Statesman
ist lässig. Es war schon ziemlich spät, als ich mit ihm redete und er war mir auf Anhieb symphatisch. Vorher hatte er schon von seinen Spielerlebnissen erzählt. Eine Geschichte fand ich besonders lustig. Er spielt wohl gerne mit seinen Twinks, wenn er die Zeit findet. Irgendwie ist er einmal in einer Pickup-Gruppe gelandet, in der man ihm nach einigen Schulden vorwarf, er sei ja wohl der totale Noob und habe keine Ahnung vom Spiel. Naja, hat er sich gedacht, spiele ich einfach mal weiter mit. Kann ja nur besser werden. Es wurde nicht besser. Irgendwann wollten sie ihn ärgern und haben seinen Sidekick in einer Gruppe von lila Mobs gelöst. Das Resultat kam sofort, er lag im Dreck. Die Gruppe hatte allerdings keine Zeit für Häme. Sie sind ziemlich verblüfft gestorben, als er mit seinen Admin-Powers ein oder zwei Riesenmonster unter ihnen auftauchen ließ.
Ich habe realtiv lange mit dem Statesman geredet und es sprengt den Rahmen dieses Artikels, wenn ich alles aufschreibe. Aber ich wollte z.B. wissen, wie es zu dem Spiel kam und was seine Ideen waren. Er hat als Lehrer für alte Sprachen gearbeitet und nebenher MMORPGs gespielt. Mit ein paar Freunden hat er schliesslich CoH realisiert. Von ihm sind zB. das Sidekick-System und die Idee mit den Verbesserungen. Er meinte, er habe mal in einem Spiel ein Amulett der Weisheit +3 gefunden, dass für seinen Charakter völlig unbrauchbar war. Das war der Moment, in dem er von starren Attributen und statischen Charakteren weg wollte. Deshalb kann man Charaktere in CoH und CoV mit den Kräften, Slots und Verbesserungen so gestalten, wie sie der eigenen Idee vom Helden am besten entsprechen.
II.
Das Spiel
Soviel zu meinen Erlebnissen, jetzt verliere ich noch ein paar Worte zu dem Spiel. Dieses wurde von keinem anderen als dem Statesman selbst erklärt und danach konnten die Anwesenden Fragen stellen. Untermauert wurde die Präsentation von einem Testspiel, bei wir einen Blick auf die erste Mission erhielten.
City of Villains beginnt mit einem Ausbruch aus dem Ziggurat-Gefängnis, in Brickstown. Man kämpft sich durch den gesamten Bau, erledigt dabei verschieden Aufgaben und nimmt dann einen Schweber, der einen aus Paragon City ausfliegt.
Hinter dem Ausbruch Eures Fieslings steckt die böse Organisation der Schurken, die Arachnos. Auf dem Weg zur Weltherrschaft wollen sie ihre Reihen verstärken. Daür holen sie Euren Bösewicht in ihr Reich, die Rogue Islands. Im Laufe seiner finsteren Karriere kann man sich durch böse Taten und Missionen in der Rangordnung der Arachnos hocharbeiten. Die Missionsziele sind dabei etwa Banküberfälle, das Ausschalten von Konkurrenten bzw. Helden oder auch bestimmte Aufgaben auf den Rogue Islands, wie etwa Monstersäuberungen im Energie-Versorgungsnetz. Die Arachnos sind allerdings untereinander zerstritten. Deshalb kann sich der Charakter in CoV einer der Splittergruppen anschliessen und so seinen Epic-Pool bekommen. Der hängt nämlich davon ab, welchem Superschurken man sich am Ende verschreibt.
Insgesamt macht CoV einen sehr schönen Eindruck. Die Graphik ist noch besser, als bei CoH und die Missionen sind interaktiver geworden. Man hat mehr möglichkeit auf ihren Ablauf Einfluss zu nehmen und zu agieren. Man bekommt auch schon mal einen NSC zur Seite gestellt und auch verschiedene Antworten in den Missionstexten sind im Gespräch.
Die Archetypen
- Der Brute: Er ist ein brutalter Schläger, der härter und härter zuschlägt je länger ein Kampf dauert. Soweit ich das verstanden habe, ist der Brute allerdings kein Tank, wie man ihn von CoH gewöhnt ist. Er ist viel offensiver und steckt weniger ein, als sein gutes Gegenstück.
- Der Stalker: Ist ein Nahkämpfer. Allerdings hält er auch weniger aus, als sein Gegenstück. Stattdessen verlässt er sich auf Heimlichkeit, Tarnung und kann massive Alpha-Strikes ausühren. Die Kräftesets, die ich gesehen habe, sind Dunkelnahkampf/ Rüstung, Energienahkampf und Ninja.
- Der Corrupter: Ist ein Zerstörer und der einzige unter den Bösen, der richtige Heilkräfte hat. Ich finde die Idee sehr reizvoll, da man als Corrupter immer ein bisschen die Qual der Wahl, zwischen blasten und unterstützen hat.
- Der Mastermind: Macht sich die Hände nicht selber schmutzig, sondern kommandiert seine Pets herum. Was gut aussah. Denn man hat Befehlsoptionen, mit denen man die Pets steuern kann. Als Schergen stehen Untote, Roboter, Soldaten und Ninjas zur Verfügung. Später sollen wohl weitere Typen folgen. Statesman sagte, er liebäugelt damit, Piraten ins Spiel zu bringen.
- Der Dominator: Ist eine Art Beherrscher. Da es keinen „richtigen“ Tank bei CoV gibt, liegt es an ihm, die Gegner zu binden und zu kontrollieren.
Statesman meinte, es sei ihm wichtig, dass sich CoV anders spielt als CoH. Laut seiner Erklärung soll der Stalker den Kampf eröffnen, da er ungesehen in die Gegnerhorde schleichen kann. Dort haut er den Boss oder ein anderes, hartes Monster um. Danach springt der Dominator ein, kontrolliert die Massen und der Rest räumt auf. So wie ich es sehe, lohnt sich ein sehr offensives Vorgehen am meisten, wobei man versucht die Mobs zu legen, bevor sie Schaden machen.
Das PvP
Ist als ein epischer Kampf zwischen Gut und Böse geplant. Dieser findet auf mehreren Ebenen statt. Es wird spezielle PvP – Missionen geben, in denen die Teams gegeneinander spielen. Soweit ich das richtig verstanden habe, haben die Guten und die Bösen dabei verschiedene Aufgaben und Ziele. So versuchen die Guten zB. den Start einer Rakete zu verhindern, während die Bösen sie auf den Weg bringen sollen.
Daneben gibt es offene PvP Gebiete, in denen beide Seiten versuchen, die Vorherrschaft über das Gebiet und seine Mobs zu erringen.
Und natürlich gibt es die Baseraids. Supergruppen können eine Basis kaufen und ausbauen. Diese können je nach Motto der Supergruppe gestaltet und natürlich auch befestigt werden. Selbstschussanlagen, Fallen und Wächter sind dabei nur ein kleiner Teil von dem, was möglich ist. Ausserdem können SGs „Items of Power” finden. Diese geben allen Mitgliedern spezielle Boni. Um diese Items drehen sich die Baseraids, da man sie von anderen SGs erbeuten kann. Dafür legen Angreifer und Verteidiger einen Termin fest, in dem gekämpft wird. Um zu verhindern, dass man Basen zu nachtschlafenden Zeiten raidet gibt es dafür ein Verabredungs-System. Nimmt man solche Kämpfe nicht an, verliert man die Items auf Power von selbst. Letztlich ist es angedacht, dass man die Seiten wechseln kann. Um dies zu erreichen wird in späteren Issues eine Art Taskforce zu absolvieren sein.
Zukunftsmusik
Das Retnerdasein hat auch ein Ende. Auch Level 50 Charaktere sollen in weiteren Issues nochmal die Chjance erhalten, sich aus dem Altersheim zu entfernen. In dem angedachten „Legends“-System wird man wohl weiter leveln können, wobei die Levelgrenze noch nicht feststeht. Daneben soll weiterer High-Level-Content folgen.
Ende
Ich habe die beiden Tage sehr genossen. CoV macht alles in allem einen sehr guten Eindruck und ich grübele jetzt schon, welchen AT ich spielen werde.
Ich sehe Euch auf der bösen Seite Paragons.
Osprey
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0Verfasst von Merrit am 07 Nov um 11:25