Erforsche die Rogue Isles
Port Oakes
Arachnosrekruten, die Mercy Island überlebt haben, können sich danach in Port Oakes, eine der ersten Siedlungen der Rogue Isles, bewähren. Heute ist es eine Festung der kriminellen Vereinigung namens “Die Familie”.
Durch den herrschenden Bandenkrieg bietet sich Port Oakes als Prüfstein für kommende Erzschurken förmlich an.
Port Oakes
Überschattet von Fort Hades und dem Arachnos Wachturm, liegt Port Oakes im Herzen von Lord Recluses Herrschaftsgebiet. Eine Mischung aus modernen Hochhäusern, langgestreckten Slums und zwielichten Geschäften. Port Oakes ist ein Schlupfwinkel für Diebe mit einer Geschichte, die fest mit Massenmorden verbunden ist.
Der unter dem Namen Blackbeard bekannte Pirat hat die Concorde gekapert und auf den Namen Queen Ann’s Revenge umgetauft. Er suchte einen Ort, um sie im Kampf zu testen, und engte seine Wahl auf eine bestimmte Insel mit einem komplett neu fertiggestellten französischen Fort ein. Aufgrund einer nicht vorhandenen vollständigen Ausstattung mit Kanonen, waren das Fort und seine französischen Verteidiger kein Gegner für den blutdurstigen Angriff von Blackbeard und seiner Crew.
Die überwältigten Soldaten ergaben sich und baten um Gnade, aber es wurde ihnen keine gewährt. Das Fort wurde zu einem grausamen Schauplatz eines Gemetzels. Nur der Anblick einer Fregatte am Horizont beendete das Massaker. Obwohl das Schiff nie der Insel nahe kam, machten sich Blackbeard und seine Crew davon und starteten ihre mittlerweile berüchtigte Laufbahn aus Feuer und Blut.
Als die Franzosen endlich mit dem Rest der Kanonen für das Fort ankamen, fanden sie nur Tod und Zerstörung vor. Trotz des unheimlichen Leichentuches, das über der Insel lag, wurden die neuen Kanonen installiert und die Crew des Schiffs wurde zur Bewachung des Forts zurückgelassen.
Der Spuk begann schon in der allerersten Nacht. Die Geister der abgeschlachteten französichen Soldaten materialisierten sich aus der Dunkelheit und attackierten die Soldaten. Die in Panik versetzten Soldaten überließen das Fort den Geistern und kamen nie mehr zurück. Verlassen und verspukt blieb das namenlose Fort für über hundert Jahre relativ ungenutzt. Viele Piratenbanden suchten das Fort als einen Rückzugsort auf, aber jedesmal kamen die Geister zurück und brachten ein Blutbad mit sich. Die meisten, die von den Gespenstern getötet wurden, traten ihnen in der nächsten Nacht als ein niederer Geist bei. Über die Zeit hinweg nannte man die ursprünglichen Geister nach dem Blut, das an den Händen ihrer ätherischen Formen verblieb, “Red Hands”. Ihre Diener nannte man die “Night Haunts”.
Im frühen 19. Jahrhundert bot der lange Zeit nicht beachtete Hafen unterhalb des Forts ein attraktives Versteck für meuternde Crews und anderen Abschaum, die einen abgelegen Platz zum Verstecken suchten. Diese dreckige Gemeinschaft baute schließlich ein Dorf, das man einfach “Dockside” nannte. Die Ansässigen versuchten hin und wieder, das Fort zu besetzen, aber die Red Hands waren so unbarmherzig wie eh und je.
Letztendlich nahm es ein alternder Jesuitenpriester namens Gerard Henri auf sich, das Fort zu bereinigen und alle Geister zur letzten Ruhe zu betten. Henri führte eine Art von Exorzismus an dem Platz durch. Als er schließlich die Prozedur durchgeführt hatte, waren die Geister alle beruhigt.
So dachte man jedenfalls. In Wahrheit wurden die Geister nur durch das Tageslicht aus dem Fort vertrieben. Sie kehrten jede Nacht mit aller Kraft zurück.
Die Siedler der Insel verwendeten das Fort als eine Residenz, hatten aber keine moderne Bewaffnung, um sie entsprechend auszurüsten. Deshalb war die Stadt Dockside ein leichtes Unterfangen für Seargant Westin Oakes, als er sie 1901 “befreite”. Er taufte die Insel auf den Namen Port Oakes um, aber Dockside selbst behielt ihren Namen. Oakes Nachfolger besetzten erneut das Fort und sahen dem mörderischen Abschaum unter ihnen zu. Ordnung wurde geschaffen und trotz der drakonischen Art der neuen Herrscher (oder wohl eher wegen ihr), wuchs Dockside. Die übermütigen Kriminellen der Stadt wurden eingesammelt und dafür eingesetzt, einen neuen Markt für Schmuggelgüter zu schaffen.
Das Auftauchen der Arachnos stieß nicht gerade auf viel Widerstand bei den Leuten aus Dockside. Arachnos bot einen Schutz gegen Söldner, Helden und Regierungseinrichtungen, die damit drohten, in Dockside aufzuräumen. Während des Erwachens der Arachnos wurden einige neue Gebäude in der Innenstadt errichtet, auch wenn die Bauvorhaben schon bald danach nachließen. Helden, die nicht länger Dockside direkt bedrohen konnten, übten stattdessen Drock auf diejenigen aus, die in Übersee mit ihnen Geschäfte machten--im Allgemeinen hiess das, jeden davon abzuhalten, mit Port Oakes zu handeln.
Einiges davon floss zurück nach Dockside in den späten 80ern, und Arachnos besetzte und renovierte das alte Fort, um den Verbrecherbossen einen spürbar besseren Schutz zu bieten. Sie gaben ihm auch letztendlich seinen Namen--Fort Hades, da es wirklich ein Ort des Todes war.
Die Agenten von Lord Recluse bemerkten schnell die Red Hands von Fort Hades. Sie haben die Geister studiert, um herauszufinden, ob man sie eventuell als eine Art ätherische Armee einsetzen kann. Das Problem ist, dass die Red Hands an den Ort ihres schrecklichen Todes gebunden sind. Wenn der Seelenbund entfernt werden könnte, würden sie jedoch tödliche Killer abgeben.
Zur Zeit gibt es keinen Bürgermeister von Port Oakes. Der letzte Bürgermeister wurde von Interpol verhaftet und hinterließ ein Machtvakuum, das einen Bandenkrieg zwischen seinem Sohn, Emil Marcone und seinem ehemaligen Berater, Guido “the Mooch” Verandi. Emil beansprucht das Amt aufgrund seiner Blutsverwandschaft mit dem letzten Bürgermeister. Guido hat eine “aufgeklärtere” Sicht der Dinge und sagt, dass es so etwas wie Stammbäume in der “Republik” der Arachnos nicht gibt.
Lord Recluse könnte diesen sinnlosen Kampf ganz einfach beenden, wenn er einfach sich selbst zum Bürgermeister ernennen würde. Er findet den Kampf jedoch amüsant und glaubt fest an das “Überleben des Stärkeren”. Er wird abwarten und sehen, wer das Recht des Bürgermeisteramtes verdient. Es wird auch nicht schaden, die Macht der Familie in der Zwischenzeit ein wenig schwinden zu lassen--sie wurde ein wenig zu stark für Recluses Geschmack.










