Wenn du dich in diese dunkle überragende Metropole begibst, wirst du erkennen, dass du endlich den Schritt in Arachnos’ Gästezimmer getan hast. Hier musst du eine unmittelbare Entscheidung treffen, wirst du der Jäger oder der Gejagte werden?
Graue Gebäude erheben sich von den Straßen in den Himmel, löschen dabei jegliches Sonnenlicht aus und führen Grandville in eine immerwährende Nacht. Zwischen den Schatten ist die Stadt ein dichter Dschungel aus Wolkenkratzern, die durch Laufstege und Brücken verbunden sind. Unten sind die Vergessenen, die Eindringlinge und mutierte Kreaturen, die zu schrecklich sind, um genannt zu werden. Oben sind die weniger wilden aber listigeren Jäger, die wie Spinnen auf ihre Beute warten.
Ursprünglich eine gedeihende Piratenstadt wurde Grandville zu einem führenden Geschäftszentrum Mitte der 50er Jahre. Eine kleine unabhängige Insel, viele Unternehmen zogen einen Nutzen daraus, außerhalb des amerikanischen Rechts zu agieren und in der Region hieß man neue Investoren willkommen. Mit der Zeit zogen lockere Bestimmungen und der Anstieg des Bankenwesens noch mehr Unternehmen an.
Da die Insel so klein ist und man nicht nach außen hin wachsen konnte, war man gezwungen, nach oben zu bauen und ließ jene mit der geringsten Macht auf der untersten Schicht der Stadt zurück. Schon einer Festung gleich, als Lord Recluse die Region übernahm, wählte er Grandville als Ort für seine Hauptstadt und baute sich selbst einen gigantischen Wachtturmkomplex, der das NETZ genannt wird. Jetzt erhebt sich Recluses Zitadelle über diese geschichtete Stadt, die Spitze auf einer Leiter aus Macht.
Durchstreift man die Straßen von Grandville, ist es möglich, einen gelegentlichen Blick in die darunter liegenden Bereiche zu werfen. Durch mangelhafte Verbindungen, fehlende Gitter und offene Abwassergruben stürzt sich schwindelerregend ein Tropfen in die Dunkelheit in der der Abschaum von Grandville lauert. Nicht in der Lage, die dort versteckten Kreaturen wirksam zu kontrollieren, lässt Recluse einen Arachnosflieger die Gegend überwachen. Dessen einziges Ziel ist es, alles Lebendige in seinem Weg zu vernichten.
Über diesem dunklen Unterleib wohnen und arbeiten die Beamten von Arachnos und lokale Geschäftsleute in Spider City. Durch die kilometerlangen Überführungen, Zäunen und Brücken, die jeden fern vom darunter liegenden Schmutz zu halten, ist dies die sicherste Ebene von Grandville.
Die Weißkragen-Bürokraten und Arachnosagenten von Spider City führen ihr Leben unter dem tyrannischen Schatten des Gewirrs. Diese klaustrophobische Nachbarschaft erstreckt sich von Spider City den ganzen Weg bis zur höchsten Spitze des NETZ-Gebäudes. Mit Kabelgewirr, Laufstegen, Feuerfluchtwegen und Notverstecken bietet diese Gegend denen, die ihre Gefahren überleben können, eine unsichere Existenz.
Das NETZ selbst ist ein großes Gebäude im Herzen von Grandville mit einer Anordnung aus Kabeln, die sich vom Zentrum nach außen winden. Ein buchstäbliches Netz, das über der gesamten Insel hängt. Ein Ring aus Wolkenkratzern, der den zentralen Arachnos-Wachtturm umgibt, das NETZ ist wahrlich das Allerheiligste von Recluses Reich.
Unterstützt wird Grandvilles ausgeklügelte vertikale Konstruktion von der geheimnisvollen Netzfabrikationsanlage, die sich auf einer künstlichen Insel im Norden befindet. Vermutlich dient sie gänzlich der Konstruktion und der Wartung des Aufbaus von NETZ, die genaue Bestimmung dieser Industrieanlage bleibt jedoch suspekt.
Vom NETZ aus bearbeitet Over-Governor Elisa Silk alle zivilen Angelegenheiten von Grandville. Der offizielle Geheimnisbewahrer von Arachnos Silk ist eine mächtige Person der Rogue Isles – nicht einmal Recluse selbst weiß genau, was es ist, das er verbirgt. Marshal Mayhem ist derjenige, der mit Grandvilles Sicherheitsfragen beauftragt ist, ein feiner Mann, der bestens für seine weltweiten Erpressungspläne bekannt ist.
Mit der Fertigstellung von Grandville hat Recluse sein Netz gesponnen und liegt nun versteckt, auf jene wartend, die er vernichten will, ein geduldiger Jäger, der seine Falle für eine ahnungsloses Beute auslegt.










